Am Sonntag, 16. August 2009, erhielten kurz vor 13 Uhr die Dienstmannschaften der Bergwacht Garmisch, Diensthütte Osterfelder, und der Bergwacht München, Diensthütte Hochalmsattel, über Funk einen Alarm: Im neuen Klettersteig in der Bernadeinwand befindet sich eine Person, die weder auf- noch absteigen kann. Diese Person ist unverletzt, aber hilflos in dem schwierigen Gelände.
Die beiden zuerst eintreffenden Bergwachtler nahmen am Wandfuß per Handy Kontakt zu einem Klettersteiggeher auf, der unmittelbar bei der zu rettenden Person stand. So konnte die genaue Position in der Wand lokalisiert und Sichtkontakt hergestellt werden. Während drei Bergretter in den Steig einstiegen, um zu der betroffenen Person zu gelangen, sicherten weitere Bergretter den Wandfuß wegen der großen Steinschlaggefahr ab und sperrten den Einstieg, damit keine weiteren Kletterer mehr in die Wand gingen.
Die Bergretter seilten die betroffene Person dann bis zum Fuß der Bernadeinwand ab, wo die anderen Bergretter sie empfingen und versorgten. Anschließend wurden noch die zwei weiteren Mitglieder der Bergsteigergruppe abgeseilt, da auch diese nicht mehr ausreichend Kräfte hatten, den Klettersteig zu Ende zu gehen.
Die drei erschöpften Bergsteiger konnten nach einer kurzen Erholungspause und Versorgung durch die Bergwacht aus eigener Kraft ins Tal absteigen.






